Die Bedeutung von Worten – und der Quittung im Recht

Juristen erscheinen Laien oft als „Wortgläubige“. Doch im juristischen Handwerk haben Worte eine präzise und verbindliche Bedeutung.

Das gilt insbesondere, wenn Tatsachen quittiert – also schriftlich bestätigt – werden.

Die gesetzliche Grundlage für Quittungen findet sich in § 368 BGB. Dort heißt es:

Der Gläubiger ist verpflichtet, dem Schuldner auf dessen Verlangen eine Quittung über die Leistung auszustellen.

Eine Quittung bestätigt den Empfang einer Leistung und hat Beweisfunktion.

Ihr Inhalt ist daher rechtlich bedeutsam: Wer eine Quittung ausstellt, bestätigt damit, dass die in der Quittung bezeichnete Leistung tatsächlich erbracht wurde.

An diese Erklärung ist man gebunden. Das gilt auch für andere schriftliche Bestätigungen im Rechtsverkehr.

Fazit: Schriftliche Bestätigungen – mit Bedacht und Beratung

Wer etwas schriftlich bestätigt, sollte sich der rechtlichen Tragweite bewusst sein. Denn an einer Quittung oder einer anderen schriftlichen Erklärung muss man sich festhalten lassen.

Daher sollte man sich immer genau überlegen, was man quittieren oder schriftlich bestätigen möchte – und im Zweifel vorher rechtlichen Rat einholen.

Das kostet für die Beratung vielleicht Geld. Aber es nicht zu tun, kostet hinterher häufig mehr als die Beratung gekostet hätte.

Gerade das hier besprochene Urteil zeigt, wie schnell eine schriftliche Erklärung oder ein vermeintlich klarer Sachverhalt im Nachhinein zu erheblichen rechtlichen Auseinandersetzungen führen kann.

Wer sich frühzeitig beraten lässt, ist auf der sicheren Seite und kann teure Fehler vermeiden.

Die Bedeutung von Worten – und der Quittung im Recht was last modified: Juli 25th, 2025 by Ralf Römling

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