Arbeitsrecht – Chef, der kann kein Ostdeutsch

So mancher Arbeitergeber stellt sich hin und wieder die Frage: Was macht man mit einem Arbeitnehmer, der Arbeitsanweisungen nicht verstehen kann? Und falls die Antwort K├╝ndigen! lautet, m├Âchte der Arbeitnehmer dann nat├╝rlich wissen: Darf der das?

Dabei muss es gar nicht um Analphabetismus gehen. Der vom Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 28.01.2010┬á 2 AZR 764/08 – entschiedene Sachverhalt ├Ąhnelt vielmehr der „Kein Ostdeutsch!“ – Variante. In dem Fall war ein spanischer Arbeitnehmer im Bereich der ├ťberwachung von Produktionsabl├Ąufen besch├Ąftigt.

Gegen├╝ber seinem Arbeitgeber lehnte er es ab, seine Deutschkenntnisse zu verbessern. Dieser stellte fest, dass aufgrund der mangelhaften Sprachkenntnisse bei diesem Arbeitnehmer eine ├╝berdurchschnittliche Fehlerh├Ąufigkeit nachzuweisen war. Er sprach daher eine personenbedingte K├╝ndigung aus. Das Gericht hat dieser K├╝ndigung in seiner Entscheidung stattgegeben.

Einem deutschen Unternehmen ist nicht zu verwehren, von seinen Mitarbeitern ausreichende Kenntnisse der deutschen Schriftsprache zu verlangen.

Arbeitsrecht – Chef, der kann kein Ostdeutsch was last modified: September 22nd, 2015 by Kai Breuning

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