Erbrecht – Das erbt alles mein Hund

In der Zeitung habe ich einen Artikel gelesen, der mich an einen alten Film mit Heinz R√ľhmann erinnerte. In dieser Kom√∂die √ľber den „Brieftr√§ger M√ľller“ mit Heinz R√ľhmann als Titus M√ľller wird der Aufstieg und Fall eines Brieftr√§gers, der erbt und √ľber dem s√ľ√üen Leben die Sorgen der einfachen Leute schnell vergisst, nach dem Abstieg aber wieder zu seiner Frau zur√ľckfindet erz√§hlt. Das Leben schrieb nun eine √§hnliche Geschichte, √ľber die die Zeitung berichten konnte.

Unter der √úberschrift

„Tier gewinnt den Erbprozess“

berichtete die FTD folgendes: Bret Carr, Enkel der Wall-Street-Legende Victor Posner, klagt gegen das Testament seiner verstorbenen Mutter. Denn nicht er ist der Haupterbe, sondern der Lieblingshund der Mama. Und ihr Personal.

In Deutschland w√§re, anders als in Heinz R√ľhmanns wundersch√∂nen Film dargestellt, ein derartiger Prozess anders ausgegangen. Erbe kann in Deutschland nur werden wer erbf√§hig ist. Und damit muss man rechtsf√§hig sein, d.h. Tr√§ger von Rechten und Pflichten sein k√∂nnen. Dies sind nat√ľrliche Personen (Menschen; u.U. auch noch ungeborene, aber gezeugte Menschen) und juristische Personen (z.B. GmbH etc.) Tiere hingegen sind nach deutschen Recht nicht Tr√§ger von Rechten und Pflichten. Tiere sind zwar nach ¬ß 90a BGB keine Sachen. Sie werden aber im wesentlichen wie Sachen behandelt. Im Rahmen des Erbrechtes k√§me niemand auf die Idee, seinen Stuhl zum Alleinerben einzusetzen. Und letztlich aus denselben rechtlichen Erw√§gungen heraus kann man in Deutschland auch nicht seinen Hund o.√§. zum Erben einsetzen. Aber es ist unumwunden eine sch√∂ne Geschichte!

Erbrecht – Das erbt alles mein Hund was last modified: September 22nd, 2015 by Kai Breuning

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